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WMI Explorer

WMI Explorer
 
Der WMI Explorer ist eine zusätzliche Anwendung für HostMonitor, die jedoch auch unabhängig benutzt werden kann. WMI Explorer ist im Advanced Host Monitor-Paket enthalten (seit Version 5.82) und kann ebenso separat auf der Download-Seite heruntergeladen werden.
 
WMI steht für Windows Management Instrumentation. WMI ist Microsofts Realisierung des Web-Based Enterprise Management (WBEM) eine neue Verwaltungstechnologie, die es der Software ermöglicht, verwaltete Ressourcen im ganzen Netzwerk zu überwachen und zu steuern. Solche verwalteten Ressourcen schließen Festplatten, Dateisysteme, Einstellungen des Betriebssystems, Prozesse, Dienste, Shares, Registry-Einstellungen, Vernetzungskomponenten, Event Logs, User, Gruppen etc. mit ein.
WMI ermöglicht ferner die Überwachung von Leistungszählern (Performance Counter). In Microsoft-Anwendungen wie z. B. Exchange und SQL Server ist WMI enthalten. Viele Nicht-Microsoft-Anwendungen benutzen WMI und können folglich auch mit HostMonitor überwacht werden.
WMI ist in Windows 2000 oder höher bereits enthalten und kann auf jedem beliebigen 32-Bit-Windows-System installiert werden. Siehe auch:
 
* Systemvoraussetzungen
* Bekannte Probleme
* Microsoft WMI FAQ
 
 
WMI Explorer
 
Der Explorer ermöglicht Ihnen
 
* alle WMI-Managementklassen, Objekte und deren Eigenschaften zu prüfen
* Objekte und Einstellungen auf Remote-Geräten zu durchsuchen
* WQL-Queries auszuführen und sich die Ergebnisse anzusehen
 
Der WMI Explorer kann als unabhängige Anwendung geöffnet oder durch HostMonitor gestartet werden, um einen WMI-Test einzustellen.
Sobald Sie den WMI Explorer gestartet haben, werden Ihnen zwei Arten angeboten, mit denen Sie die Objekte eines Geräts durchsuchen können:
 
Die Classes (Browser)-Ansicht*
 
Diese Ansicht zeigt alle Klassen innerhalb des angegebenen Namensraums** (auf dem Remote- oder dem lokalen Gerät), Child Objects und ihre Eigenschaften an.
Der obere Teil des Hauptfensters zeigt allen auf dem System verfügbare Klassen. Um eine Klasse schnell zu finden, können Sie das „Search“-Menü benutzen. Der Menü-Item „Find“ sucht (über den Namen) nach der angegebenen Klasse. Der Menü-Item „Search again“ sucht nach dem nächsten passenden Eintrag. Wenn die Suchoption „Match whole word only“ (nur ganze Wörter) deaktiviert ist, kann die Suchzeichenfolge auch innerhalb längerer Wörter gefunden werden. So erhalten Sie z. B. bei der Suche nach der Zeichenfolge „_Process“ die Items CIM_Process,
CIM_ProcessExecutable, CIM_Processsor, CIM_ProcessThread, Win32_Process und
Win32_Processor.
 
Instances
Das Feld Instances (Instanzen) befindet sich im unteren linken Teil des Hauptfensters. Immer dann, wenn Sie eine Klasse im Classes-Feld anklicken, führt WMI Explorer eine Windows-Abfrage durch und ruft alle Instanzen (Objekte) der ausgewählten Klasse ab. Bitte beachten Sie: Einige Klassen haben viele Instanzen; der Informationsabruf kann viel Zeit und Systempotenzial in Anspruch nehmen. Deshalb fragt WMI Explorer das Zielsystem im Hintergrund mit Hilfe eines zweckgebundenen dedicated thread ab. Dies ermöglicht dem User, die Eigenschaften zu überprüfen oder zu einer anderer Klasse überzugehen, während die Anfrage immer noch im Gange ist. Ist die Abfrage abgeschlossen, zeigt der Explorer die Anzahl der Instanzen in der Statuszeile (Wenn Sie Requesting instances... in der Statuszeile lesen, bedeutet das, der Explorer ist mit der Informationsabfrage noch nicht fertig).
 
Properties
Das Feld Properties (Eigenschaften) befindet sich im unteren rechten Teil des Hauptfensters. Immer dann, wenn Sie eine Klasse im Classes-Feld anklicken, führt WMI Explorer eine Windows-Abfrage durch, um die Eigenschaften der ausgewählten Klasse abzurufen. Selbst, wenn keine Instanzen der Klasse vorhanden sind, können Sie sich die Liste ihrer Eigenschaften ansehen.
Um die Eigenschaft eines spezifischen Objekts einzusehen, klicken Sie einfach auf die Instanz des Objekts im Instances-Feld.
 
Die Query-Ansicht*
 
Mit der Query-Ansicht können Sie standardmäßige WMI Query Language (WQL)-Queries ausführen; jede zurückgesendete Instanz wird im Results-Fenster aufgelistet.
 
# Wenn Sie z.B. die Anzahl der Handles überwachen wollen, die von allen laufenden Instanzen des Internet Explorers benutzt werden, wenden Sie einen solchen Query an: SELECT HandleCount FROM Win32_Process WHERE name='iexplore.exe'
# Wenn Sie die Anzahl der Prozesse überwachen wollen, die mehr als 10 Threads benutzen, wenden Sie den folgenden Query an: SELECT ThreadCount FROM Win32_Process WHERE ThreadCount>10
# Der Query SELECT * FROM Win32_Service WHERE Started=0 AND StartMode="Auto" zeigt alle Dienste, die nicht gestartet sind, deren Startmodus jedoch auf Automatic eingestellt ist.
 
Das Query-Fenster ist ein wertvolles Hilfsmittel für diejenigen, die sich zwar mit dem System auskennen, aber zusätzlich sehen müssen, was genau von Windows API an HostMonitor zurückgesendet wird.
Wenn HostMonitor läuft und Sie bereits einige WMI-Testitems konfiguriert haben, können Sie den Testitem mit der rechten Maustaste anklicken und Explore WMI aus dem Menü auswählen. Infolgedessen startet HostMonitor den WMI Explorer im Query-Modus und gibt die Abfrage sowie Informationen über den Zielhost (z. B. Hostname, Namensraum, Login etc.) an den Explorer weiter. Dadurch können Sie die Hardware- und Softwareeinstellungen auf dem Zielsystem schnell überprüfen und sofort sehen, was sich ereignet (z. B. warum der Testitem fehlgeschlagen ist).
 
*Um die Ansichten zu wechseln, klicken Sie auf die jeweiligen Tabs im oberen Teil des Hauptfensters. Dies können Sie jederzeit tun, da die Ansichten absolut unabhängig sind.
 
 
Verbindung zum Remote-Host
 
Der WMI Explorer ermöglicht Ihnen, sowohl lokale (das System, auf dem der Explorer läuft) als auch Remote-Systeme abzufragen. Zur Verbindung mit dem Remote-System können Sie GUI oder Befehlszeilenparameter benutzen.
 
GUI:
Wenn Sie den Explorer bereits gestartet haben und eine Verbindung zu einem anderen System aufbauen müssen, benutzen Sie das Menü Action -> Connect to remote host. Im Verbindungsdialog sollten Sie den Hostnamen und den WMI-Namensraum** (dieser ist standardgemäß root\cimv2) angeben; Login und Passwort können optional angegeben werden.
 
Befehlszeile:
Sie können Verbindungsparameter in einer Befehlszeile angeben, sodass der WMI Explorer gleich nach dem Startup eine Verbindung mit dem angegebenen System aufbaut.
Format er Befehlszeile:
>wmiexplorer.exe [-host:<Hostname>] [-namespace:<Namensraum>]
[-user:<Username>] [-pswd:<Passwort>] [-query:<WQL Query>]
Beispiele:
>wmiexplorer.exe "-host:primarywebserv" "-namespace:root\cimv2"
"-user:admin" "-pswd:secret words"
>wmiexplorer.exe "-query: select * from Win32_Process"


**Beachten Sie: Der WMI-Namensraum ist ein Container, der Child Objects gruppiert, die in irgendeiner Weise Bezug zueinander haben. Ein Namensraum enthält eine hierarchische Anordnung von Klassen und Zuordnungen, die entweder das Objekt eines Gerätes oder die Beziehung zwischen zwei oder mehreren Objekten definiert. Der am häufigsten benutzte Namensraum ist CIMV2 (Common Information Model Version 2).










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